Altern wie ein Gentleman: Zwischen Müßiggang und Engagement by Sven Kuntze

By Sven Kuntze

Die Lebensbilanz des bekannten und beliebten Journalisten

Der Ernst des Arbeitslebens sitzt uns tief unter der Haut – das merkt guy spätestens mit der ersten Rentenrate, meint Sven Kuntze, renommierter Journalist – im Ruhestand. Denn mit dem Ende geregelter Arbeit drohen Verlust des Selbstwertgefühls und Lebensunordnung. Kuntze erinnert sich zu Beginn seiner neuen Zeitrechnung, dass über Jahrhunderte Muße unser Lebensziel struggle, nicht Arbeit. Wie aus dem Arbeitenden ein Flaneur, ein entschleunigter Genießer wird, verfolgt er an sich und einigen Altersgenossen. Um die Freiheit von Arbeit schätzen zu lernen, muss er sich neu erfinden, dabei alle unerbetenen Ratschläge genauso in den Wind schlagen wie frühes Aufstehen und Tagesplanung. was once Sven Kuntze in drei Jahren Ruhestand mit sich und anderen erlebt, mit Witz, Nachdenklichkeit und Lebensfreude kommentiert, gibt jedem Anlass, lange vor dem Ruhestand das »Schneller Höher Weiter« des Alltags kritisch zu beleuchten.

Zugleich ein weises Buch, das zum Nachdenken über die Werte und Ziele des Lebens anregt.

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Ohne hinreichenden Nachwuchs erlischt zwar nicht das Recht auf Rente, aber wir haben keine materielle Basis geschaffen, von der wir sie einfordern könnten – es sei denn, unsere Kinder und Enkel sind bereit, höhere Sozialbeiträge zu zahlen, oder schauen untätig zu, wie die Staatsverschuldung weiter steigt. Die häufig vorgeschlagene Umstellung vom umlagefinanzierten auf ein kapitalgedecktes Rentensystem wäre politische Schwerstarbeit und würde die Probleme auch nicht lösen können, denn wenn ein Rentner als Couponschneider von den Zinserträgen seiner Staatspapiere leben will, wird sein Enkel die Steuern zahlen müssen, um die Zinsen aufzubringen.

Unser Thema, das der »Vierziger«, war nicht die »Freiheit«, wie wir heute noch gerne behaupten, denn in der lebten wir bereits. Wir kümmerten uns lediglich um die Beseitigung unpraktischer Bevormundung und waren in dieser Funktion ein kollektives Entrümpelungsunternehmen. Bei diesen Aufräumarbeiten ging allerdings auch der Tugendkatalog unserer Eltern zum Teil verloren, in dem Disziplin, Treue, Fleiß, Pflichterfüllung und Bescheidenheit untergebracht gewesen waren. Wohin die führen konnten, war durch die jüngste deutsche Geschichte eindrucksvoll demonstriert worden, so unsere feste Überzeugung.

Damit ist das Alter nicht abgeschafft, sondern es kommt später, und viele werden einen hohen Preis für die neue Lebensphase bezahlen müssen. Der medizinische Fortschritt, der uns fünfzehn Jahre geschenkt hat, zieht häufig eine lange Leidenszeit nach sich. Krankheiten wie Demenz und Knochenschwäche, die bislang nur sporadisch auftraten, werden in Zukunft zum Regelfall werden, mit den damit verbundenen Kosten. Etwa siebzig Prozent derjenigen, die das fünfundsechzigste Lebensjahr erreicht haben, werden irgendwann in ihrem Leben intensive Pflege benötigen, zwanzig Prozent von ihnen fünf Jahre oder länger.

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